Die Donnerstags-Lernrunde



Es begann 1986: Auf unseren Infoständen hörten wir oft von älteren Besuchern, dass sie nicht mehr gerne am Abend weggehen. Weil ich auch am Tage Zeit hatte, kam mir die Idee, einen Vormittags-Esperantokurs durchzuführen. Ich dachte dabei nicht nur an die Älteren, sondern auch an junge Mütter und Väter oder an Menschen ohne Arbeit, die am Vormittag einige freie Stunden haben.

Also rührten wir die Werbetrommel und im Oktober 1986 begann der erste Vormittagskurs in meiner Wohnung mit drei Teilnehmern.

Im Oktober 1987 konnte ich einen neuen Kurs mit sieben Frauen (haben sich die Männer nicht getraut?) beginnen. Der Kurs für Fortgeschrittene wurde mit zwei Personen fortgesetzt, einem Mann und einer sehr aufgeweckten und wendigen achtzigjährigen Frau. Seit 1989 nannte sich dieser Vormittagskurs "ĵaŭda rondo".

Bis Juli 1998 trafen wir uns in meiner Wohnung, oft nicht sehr regelmäßig, was mein Verschulden war, aber dennoch laufend und die Teilnehmer, die inzwischen zahlende Gruppenmitglieder sind, blieben treu.

Im Oktober 1998 erhielten wir nun nach 12 Jahren völlig überraschend ein Gruppenzimmer in einer Seniorenbegegnungsstätte im Zentrum der Stadt mit einer angeschlossenen Cafeteria, in der wir ab und zu nach strengem Lernen und Üben zusammen saßen, um Kaffee zu trinken und uns ein wenig zu unterhalten. Zu unseren Treffen kamen zwischen drei und sieben Personen.

Aus familiären und gesundheitlichen Gründen konnte ich die Leitung der Lernrunde nach der Sommerpause 2001 nicht mehr fortsetzen und die Runde findet daher leider nicht mehr statt.

Dieser Bericht wurde erarbeitet von

 

Ester Keil-Grosser

Leiterin der ehemaligen Donnerstags-Lernrunde


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